Unsere Rebsorten - Weindorf Laufen

WeinLand
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Unsere Rebsorten

Wein ist ein ganz besonderer Saft
Er stammt aus Trauben der Weinreben und ist das Ergebnis einer Transformation vom trüben Most zum klaren Wein, entstanden in der Verbindung von Werde-Prozessen der Natur mit Kunst und Können des Menschen.
Rebsorten und ihre Weine aus Laufen
Weisswein - Sorten
Gutedel (Fendant, Chasselas)
Abstammung: ungewiss. Die Elternsorten konnten bislang nicht festgestellt werden.
Gutedel ist jedenfalls eine uralte Rebsorte. Über die ursprüngliche Herkunft ist man mangels entsprechender Dokumente fast nur auf Vermutungen angewiesen. Die jahrtausendelange Verbreitung der Rebsorte oder ihrer Vorläufer erfolgte wohl durch zahlreiche Völker, Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer, aber auch Kreuzritter, auf verschiedenen Wegen über und um das Mittelmeer.
Die Chasselasrebe konnte sich nachweislich frühzeitig im Rhonetal über Burgund bis ins Wallis ausbreiten. Von der Westschweiz hat sich der Chasselas unter verschiedenen Synonymen über das Elsaß, die Rheinpfalz, Baden, Württemberg und ganz Mitteleuropa verbreitet. Eine größere Verbreitung innerhalb Badens erfuhr der Gutedel durch Markgraf Karl Friedrich von Baden, der 1780 Pflanzgut aus Vevey am Genfer See ins  Markgräflerland einführte. Seither gibt es in Laufen und St.Ilgen den Gutedel. Markgraf Karl Friedrich half so seinen Winzern aus großer Absatz-Not, in die sie durch eine "Rotweinschwemme" geraten waren – Er brachte ihnen eine gute und edle Rebsorte und den Wein. So erhielt der ‚Gutedel‘ seinen Namen. Alte Markgräfler Winzer nennen ihn noch heute ‚Vivieser‘ in Erinnerung an seine Herkunft aus Vevey.
Eine umfangreiche DNA-Analyse an der Universität Neuenburg (Schweiz) erzielte keinen Hinweis auf eine Verwandtschaft mit Rebsorten aus Ägypten und Palästina, ergab jedoch, dass Gutedel mit autochthonen Rebsorten des Alpenraums im Osten Frankreichs, der Schweiz sowie dem Norden Italiens verwandt sei. Es konnten 20 Klonvarianten mit derselben DNA identifiziert werden. Die Chasselas-Rebe hat genetische Ähnlichkeit mit den meisten alten Rebsorten des Alpenbogens. Zum Beispiel mit der Sorte Teroldego, dem Lagreiner oder der Altesse. Burgund, wo der Chasselas 1612 unter den Namen Fendans, Fendant oder Lausannois erwähnt wurde, befindet sich im Bereich der genetischen Verwandtschaften des Chasselas, insbesondere das gleichnamige Dorf, das mit großer Wahrscheinlichkeit eine Durchgangsstation dieser Sorte darstellt.
Das Synonym ‚Chasselas‘ lässt sich bis auf das Jahr 1654 zurückverfolgen.
Gutedel-Trauben sind wunderbare Tafeltrauben.
Die Gutedel-Trauben sind groß, lockerbeerig und geschultert. Auch die Beeren sind sehr groß, rund, grüngelb oder rot (je nach Typ von weiß, rosarot oder rot). Die Beerenhaut ist dünn, aber fest und sonnenseits häufig bräunlich gefärbt. Die Beeren schmecken saftig bis knackig süß. Die Reife erfolgt mittelfrüh, etwa 100 Tage nach Blütenabschluss.
Beim Gutedel gibt es zahlreiche Spielarten, die durch Mutation entstanden sind: mit besonderer Blattform, z. B. Geschlitzter Gutedel (‚Petersilientraube‘), mit verschiedener Beerenform und -farbe (‚Blaßroter Gutedel‘ und ‚Roter Gutedel‘) oder mit früherer Reife (früher ‚Weißer Diamant-Gutedel‘, ‚Krachgutedel‘). Im Gutedelgarten Badenweiler sind viele dieser Variationen mit jeweils einigen Rebstöcken gepflanzt und auch zu sehen.
 

Weisser Burgunder
Abstammung: Mutation aus dem Pinot Noir
Sortenbezeichnungen sind Pinot blanc, Weißer Burgunder, Weißburgunder, Pinot bianco oder Klevner. Die Rebsorte ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt und wird zu den Burgundersorten gezählt.
Als Heimat aller Pinotsorten wird das Gebiet zwischen Genfer See (Schweiz) und dem Rhônetal (Frankreich) vermutet. Der Pinot blanc entstand durch eine Mutation aus dem Pinot Noir, den es möglicherweise seit 2.000 Jahren gibt. Der Orden der Zisterzienser brachte den Pinot blanc im Mittelalter in den Rheingau, von hier verbreitete sie sich dann in ganz Europa.
Die Sorte benötigt gute Böden mit ausreichender Wasserspeicherfähigkeit und einem höheren Kalkgehalt, mittelschwere Böden und warme Lagen sind beim Weissburgunder für eine gute Weinqualität notwendig.

Grauer Burgunder, Ruländer
Abstammung: Mutation des Pinot noirs aus der Familie der Burgunder
Die Sorte wurde vermutlich aus dem Burgund oder aus der Champagne nach Österreich und 1568 von Lazarus von Schwendi vom Plattensee ins Elsass und zum Kaiserstuhl gebracht.
Ruländer ist der Name, unter dem die Rebsorte in Deutschland klassifiziert ist, Grauer Burgunder und Grauburgunder sind für deutsche Weine dieser Sorte zulässige Synonyme. Insgesamt sind 215 Synonyme beim Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof bekannt.
Die Sorte bevorzugt gute südseitige Hanglagen mit fruchtbaren, warmen und genügend kalkhaltigen Böden und ist eine weinbaulich eher schwierige Rebsorte, die stark auf Klimaschwankungen (Hitze/Kälte) reagiert. Die dünnhäutigen Beeren verlangen eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da durch Verletzungen der Schale ihr Saft zu früh freigesetzt wird. Die aus dem Gauburgunder gekelterten Weine weisen einen leichten Apfelton auf und haben eine schöne Frische. Sie besitzen eine kräftige goldgelbe Farbe, bei sehr guten Qualitäten manchmal auch leichte Brauntöne.  
Obwohl die Beerenhaut rötlich bis rot und grau gefärbt ist, wird die Rebsorte den Weißweinsorten zugeordnet. Sie Rebsorte eignet sich auch sehr gut, um Roséweine herzustellen, was aber längere Maische-Standzeiten erfordert.
In Venetien ist dieser Wein recht populär und wird dort mit ‚Ramato‘ bezeichnet.
 

Chardonnay
Abstammung: Gouais Blanc (= Heunisch) X Pinot
Sorte mit hohem Qualitätspotenzial und Bekanntheitsgrad, von besonderen geschmacklichen Qualitäten und mit guter Anpassungsfähigkeit der Rebsorte an verschiedene Standortgegebenheiten. Chardonnay ist eine natürliche Kreuzung von Gouais Blanc (= Heunisch) und Pinot.
Die genetischen Unterschiede zu Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir sind gering (Verwandtschaft) und ist auch dem Auxerrois sehr ähnlich. Die früheste zuverlässige Erwähnung von Chardonnay stammt von 1685–1690 aus dem Dorf Saint-Sorlin (dem heutigen La Roche-Vineuse im Département Saône-et-Loire). Die Orden der Benediktiner und Zisterzienser verbreiteten die Sorte in ganz Europa.
Ein guter Chardonnay lebt von seiner Komplexität (Körperreichtum, hoher Extrakt-Gehalt), die nur in besonderen Lagen mit kalkreichen Böden entsteht.
Chardonnay ist in Frankreich auch die wichtigste Rebsorte für die Herstellung von Champagner.
 

Müller-Thurgau (Rivaner)
Abstammung: Riesling X Madeleine Royale
Wurde 1882 vom Schweizer Hermann Müller-Thurgau aus dem Schweizer Kanton Thurgau an der Forschungsanstalt Geisenheim im Rheingau gezüchtet und ist eine Kreuzung der Sorten Riesling × Madeleine Royale.
Die Sorte Müller-Thurgau stellt an Klima und Bodenbeschaffenheit relativ geringe Ansprüche, benötigt aber tiefgründige Böden mit guter Wasserversorgung.
Der Wein ist mild (mit wenig Säure), leicht süffig und besitzt einen leicht muskatartigen Duft und Geschmack.
Da der Weinausbau sehr rasch geschieht, sind die Weine früh trinkreif.
 

Nobling
Abstammung: Silvaner X Gutedel
Wird fast ausschließlich im Markgräflerland angebaut. Neuzüchtung von Johannes Zimmermann, die durch Kreuzung der Rebsorten Gutedel und Silvaner im Jahr 1940 im staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg im Breisgau entstand. 1971 erfolgte die Eintragung in die Sortenliste.
Die Rebsorte braucht zum Erreichen hoher Mostgewichte gute bis sehr gute Lagen. Sie wird auch als qualitativ hochwertige Grundlage für Sekt verwendet, da die Trauben bei hoher Säure zeitgleich hohe Mostgewichte erreichen können.
 

Silvaner
Abstammung: Natürliche Kreuzung von Traminer X Österreichisch WeißDer Silvaner gelangte im 17. Jahrhundert aus dem Donauraum nach Deutschland und wurde dort früher „Österreicher“ genannt. Die Klonenselektion wurde 1876 durch Gustav Adolf Froehlich erstmals mit dem Silvaner praktiziert. Er vermehrte gezielt Rebstöcke aus besonders leistungsfähigen Rebstöcken.
Silvaner benötigt fruchtbare, durchlässige mittelschwere bis schwere Böden mit guter Nährstoffversorgung. Bei guter Reife und nicht zu hohem Ertrag liefert die Sorte harmonische Weine mit feiner Säure und zarter Blume. Der Weincharakter des Silvaners wird sehr vom Standort und der Bodenbeschaffenheit geprägt. Auf Lehmböden werden sie oft neutral, dagegen entstehen auf Verwitterungsböden feine, elegante Weine. Vom Typ her ist Silvaner eine Rebsorte, die zwar ein weniger ausgeprägtes Fruchtspiel bringt, dafür aber ein exzellenter Terroir-Anzeiger ist.
 

Riesling
Abstammung: natürliche Kreuzung aus Heunisch X Vitis vinifera subsp. Sylvestris und Einkreuzung eines Traminer-Klons, vermutlich aus Wildrebenbeständen am Oberrhein ausgelesen. Die Traminer-Einkreuzung könnte spontan erfolgt sein und stellte wahrscheinlich eine qualitative Verbesserung dar.
Neben dem Weißen Riesling gibt es auch einen Roten Riesling. Dieser hat gegenüber dem Weißen Riesling nur rote Beeren, die einen Weißwein ergeben.
Vom Rheintal aus verbreitete sich der Riesling am Ende des Mittelalters in die meisten deutschen Anbaugebiete. Die erste schriftliche Erwähnung von Riesling-Reben ("Rüssling") stammt aus dem Jahr 1402 in Worms.
Für die Rebsorte sind leichte bis mittelschwere Böden am besten geeignet, sie hat allerdings eine geringe Trockenheitsempfindlichkeit.
Das Aroma der Riesling-Beere ist fein und verfügt über ein leicht aromatisches Bukett. Die Weine besitzen eine große Qualitätsspanne, ihre volle Reife wird erst nach längerem Weinausbau erreicht. Jungweine sind meist noch säurebetont und unharmonisch im Geschmack. Altersgereifte Weine weisen zudem häufig eine „Petrolnote“ auf.
 

Sauvignon blanc
Abstammung: natürliche Kreuzung von Traminer X Chenin Blanc
Wird auch Blanc Fumé, oder Sauvignon Jaune genannt. Heimat der Rebsorte ist das französische Loiretal. Mutationen des Sauvignon Blanc sind die Sorten Sauvignon Gris oder Sauvignon Rose, Sauvignon Noir und Sauvignon Violet.
Die Rebsorte benötigt frühe, warme Lagen und einen fruchtbaren, mittelschweren, nicht zu trockenen Boden.
Bei voller Reife liefern die Trauben ausgezeichnete Weine mit feinem Bukett nach Schwarzen Johannisbeeren, in manchen Jahren auch geprägt durch eine Paprikanote. Die Trauben reifen spät, ca. 20 bis 25 Tage nach dem Gutedel.
 
 
Muskat-Ottonel
Abstammung: Gutedel X Ingram’s Muscat
Die Rebsorte kommt aus Frankreich. Jean-Pierre Vibert aus Angers selektierte sie 1839 aus einem gefundenen Sämling. Sie wurde ab dem Jahr 1852 vom ebenfalls in Angers ansässigen Jean Moreau-Robert vermehrt und verbreitet.
Die Sorte bevorzugt fruchtbare, kräftige Böden mit guter Wasserversorgung und windgeschützte sonnige Standorte.
Die Beeren der walzenförmigen, relativ kleinen Traube haben dicke Schalen und im Geschmack eine leichte Muskatnote. Der Wein ist von grünlich-gelber Farbe mit einem intensiv feinen und würzigen Muskatbukett. Er ist mild, meist niedrig in Alkoholgehalt und Extrakt. In hohen Prädikatsstufen entstehen ausgeprägte, sehr feine Citrusaromen.

 
Gewürztraminer
Abstammung: Mutation von Savagnin blanc
Im Anbaugebiet Baden ist auch die Bezeichnung Klevner bzw. Clevner zugelassen. Generell werden je nach Beerenfarbe verschiedene Spielarten unterschieden (rote Beeren: Roter Traminer, hellrot/gelb-rosa: Gewürztraminer, gelblich: Gelber Traminer), die jedoch alle als Gewürztraminer bezeichnet werden dürfen. Die Rebsorte ist anfällig für Mutation, weshalb es diese Vielfalt von Spielarten gibt.
Die Herkunft ist ungeklärt (wahrscheinlich Südosteuropa, ev. auch Ägypten). Der Name stammt von ‚Tramin‘ in Südtirol, wo Weine seit dem 11. Jahrhundert unter diesem Namen dokumentiert sind.
In Deutschland ist der Anbau der Rebsorte um das Jahr 1500 im Mischsatz (z. B. mit Riesling) festgehalten.
Im ‚Winzerkeller Laufener Altenberg‘ vinifiziert man in dieser Tradition seit vielen Jahren wieder eine Cuvée aus Gewürztraminer und Riesling.
Die Rebe stellt hohe Ansprüche an Lage und Boden, der leicht erwärmbar, tiefgründig und nicht zu trocken sein soll.
Die Trauben mit gelb-rötlich gefärbten Beeren erreichen hohe Mostgewichte und zeichnen sich durch intensive Aromen aus: Wildrose, Litschi, Kumquat, Bitterorange und Marzipan sind sortencharakteristische Geschmacks- bzw. Geruchsnoten.
Obwohl die Beerenhaut rötlich bis rot gefärbt ist, wird die Rebsorte den Weißweinsorten zugeordnet.
 

Huxel(rebe)
Abstammung: Elbling X Courtillier Musqué
Die Kreuzung erfolgte im Jahr 1927 an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey durch Georg Scheu. Ihren Namen hat die Neuzüchtung von Fritz Huxel, der sie in den 1950er Jahren in Westhofen (Rheinhessen) als Erster umfangreich anbaute. Der Sortenschutz wurde 1968 erteilt.
Die Traube ist groß und dichtbeerig (je nach Grad der Verrieselung auch lockerbeerig). Ihre leicht rundlichen Beeren sind entweder groß und verfügen dann über Kerne oder aber sie sind klein und kernlos. Man vermutet daher, dass die Huxelrebe nur über weibliche Blüten verfügt. Die Beeren sind von goldgelber Farbe. Der Saft der Beeren ist aromatisch.
Die Rebsorte kann sehr hochwertige Weine hervorbringen, besonders Süßweine als Aperitif- oder Dessertweine.



Interspezifische Reben
Solaris
Abstammung: Kreuzung von Merzling X (Zarya Severa X Muscat Ottonel) vulgo Gm 6493
Eine 1975 neu gezüchtete pilzwiderstandsfähige Weißweinsorte. Sie wurde am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg von Norbert Becker aus den Elternsorten Merzling als Mutter und Gm 6493 als Vater.
Der Name „Solaris“ leitet sich von der Sonne ab (lat. „Sol“), die der Sorte aufgrund ihrer Kraft zu einer frühen Reife und zu einer hohen Zuckerleistung verhilft. Die Trauben sind mittelgroß und lockerbeerig. Die Beeren sind klein bis mittelgroß, gelbgrün gefärbt und kurz-oval.
Die Lageansprüche sind verhältnismäßig gering, da die Sorte bereits Ende August / Anfang September über ein Mostgewicht von 100 Grad Oechsle verfügt.
Im ‚Winzerkeller Laufener Altenberg‘ dient die Rebsorte vor allem der Grundwein-Vinifizierung für den weissen ‚Secco‘.
  Rosé Weine & Weißherbst
Grundsätzlich läßt sich aus allen rot oder blau gefärbten Trauben ein roséfarbener Wein herstellen. Werden Rotwein-Trauben sofort gepresst, also noch bevor der Gärprozess beginnt, erhält man hellroten bis roséfarbenen Traubensaft.
Sortenrein heißt dieser Wein dann etwa ‚Spätburgunder Weißherbst‘.

Rebsorten, die den roten Farbstoff nur in der Beerenhaut enthalten, würden beim sofortigen Pressen Weißweine ergeben. Diese Trauben läßt man zunächst auf der Maische gären, damit die Farbstoffe der Beerenhaut freigesetzt werden.
Bei Rotem Gutedel, Ruländer oder Gewürztraminer ist allein die Weinfärbung der Ausweis.
Man verzichtet auf eine weitere Zusatzkennung zur Sortenbezeichnung.
Werden verschiedene Weine zu roséfarbenen Cuvées vereinigt, heißen diese Weine ‚Rosé‘.
So können auch ein Weißwein und ein Rotwein zusammen einen Roséwein ergeben.
 
Blanc de Noir
Weisser Wein von dunklen Trauben: Man lässt den Vorsaft der Trauben, die ihren roten Farbstoff nur in den Beeren und gar nicht oder kaum im Fruchtfleisch haben, vor dem Pressen abfließen, um ihn dann gesondert zu vinifizieren.

 
Rebsorten für rosé-farbene Weine
 Roter Gutedel (Fendant, Chasselas)
Abstammung: ungewiss. Die Elternsorten konnten bislang nicht festgestellt werden.
Gutedel ist jedenfalls eine uralte Rebsorte. Über die ursprüngliche Herkunft ist man mangels entsprechender Dokumente fast nur auf Vermutungen angewiesen. Die jahrtausendelange Verbreitung der Rebsorte oder ihrer Vorläufer erfolgte wohl durch zahlreiche Völker, Ägypter, Phönizier, Griechen und Römer, aber auch Kreuzritter, auf verschiedenen Wegen über und um das Mittelmeer.
   
Traditionell kommt dem Gutedel (Fendant, Chasselas) als regionale Besonderheit des Markgräfler Landes auch in Laufen und St.Ilgen eine besondere Rolle zu.*
    *Zu Beginn  des 17. Jahrhunderts  gibt es in Deutschland Gutedel
     zunächst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert später in Sachsen.
    Eine größere Verbreitung innerhalb Badens erfuhr der Gutedel erst
     durch  Markgraf Karl Friedrich von Baden, der 1780 Pflanzgut aus Vevey
     am Genfer See ins  Markgräflerland einführte.
Seine damalige Laufener Vogtei (Vogt Tobias Hermann) war maßgeblich beteiligt an Vermehrung und Verbreitung der Gutedel-Reben im Markgräflerland.
Heute ist fast ein Drittel unserer Rebflächen mit Gutedel bestockt.
 
Neben dem Roten Gutedel gibt es auch einen Weißen Gutedel. Der Rote hat gegenüber dem Weißen Gutedel nur hellrote Beeren, die aber beim Pressen eigentlich einen Weißwein ergeben. Läßt man die Trauben jedoch lange auf der Maische gären, lösen sich Farbstoffe aus der Beerenhaut und man erhält einen Wein mit einem Zartrosa-Farbton.
Gutedel ist sowohl als Keltertraube wie auch als Tafeltraube geeignet.
Das Synonym ‚Chasselas‘ lässt sich bis auf das Jahr 1654 zurückverfolgen.
Die Gutedel-Trauben sind groß, lockerbeerig und geschultert. Auch die Beeren sind sehr groß, rund, grüngelb oder rot (je nach Typ von weiß, rosarot oder rot). Die Beerenhaut ist dünn, aber fest und sonnenseits häufig bräunlich gefärbt. Die Beeren schmecken saftig bis knackig süß. Die Reife erfolgt mittelfrüh, etwa 100 Tage nach Blütenabschluss.
Beim Gutedel gibt es zahlreiche Spielarten, die durch Mutation entstanden sind: mit besonderer Blattform, z. B. Geschlitzter Gutedel (‚Petersilientraube‘), mit verschiedener Beerenform und -farbe (‚Blaßroter Gutedel‘ und ‚Roter Gutedel‘) oder mit früherer Reife (früher ‚Weißer Diamant-Gutedel‘, ‚Krachgutedel‘). Im Gutedelgarten Badenweiler sind viele dieser Variationen mit jeweils einigen Rebstöcken gepflanzt und auch zu sehen.
 
 
Grauer Burgunder, Ruländer
Abstammung: Mutation des Pinot noirs aus der Familie der Burgunder
Die Sorte wurde vermutlich aus dem Burgund oder aus der Champagne nach Österreich und 1568 von Lazarus von Schwendi vom Plattensee ins Elsass und zum Kaiserstuhl gebracht.
Ruländer ist der Name, unter dem die Rebsorte in Deutschland klassifiziert ist, Grauer Burgunder und Grauburgunder sind für deutsche Weine dieser Sorte zulässige Synonyme. Insgesamt sind 215 Synonyme beim Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof bekannt.
Die Sorte bevorzugt gute südseitige Hanglagen mit fruchtbaren, warmen und genügend kalkhaltigen Böden und ist eine weinbaulich eher schwierige Rebsorte, die stark auf Klimaschwankungen (Hitze/Kälte) reagiert. Die dünnhäutigen Beeren verlangen eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da durch Verletzungen der Schale ihr Saft zu früh freigesetzt wird. Die aus dem Gauburgunder gekelterten Weine weisen einen leichten Apfelton auf und haben eine schöne Frische. Sie besitzen eine kräftige goldgelbe Farbe, bei sehr guten Qualitäten manchmal auch leichte Brauntöne.  
Obwohl die Beerenhaut rötlich bis rot und grau gefärbt ist, wird die Rebsorte den Weißweinsorten zugeordnet. Die Rebsorte eignet sich sehr gut, um Roséweine herzustellen, was aber längere Maische-Standzeiten erfordert.
In Venetien ist dieser Wein recht populär und wird dort mit ‚Ramato bezeichnet.
 
 
Gewürztraminer
Abstammung: Mutation von Savagnin blanc
Im Anbaugebiet Baden ist auch die Bezeichnung Klevner bzw. Clevner zugelassen. Generell werden je nach Beerenfarbe verschiedene Spielarten unterschieden (rote Beeren: Roter Traminer, hellrot/gelb-rosa: Gewürztraminer, gelblich: Gelber Traminer), die jedoch alle als Gewürztraminer bezeichnet werden dürfen. Die Rebsorte ist anfällig für Mutation, weshalb es diese Vielfalt von Spielarten gibt.
Die regionale Herkunft ist ungeklärt (wahrscheinlich Südosteuropa, ev. auch Ägypten). Der Name stammt von ‚Tramin‘ in Südtirol, wo Weine seit dem 11. Jahrhundert unter diesem Namen dokumentiert sind. In Deutschland ist der Anbau der Rebsorte um das Jahr 1500 im Mischsatz (z. B. mit Riesling) festgehalten.
Im ‚Winzerkeller Laufener Altenberg‘ vinifiziert man in dieser Tradition seit vielen Jahren wieder eine Cuvée aus Gewürztraminer und Riesling.
Die Rebe stellt hohe Ansprüche an Lage und Boden, der leicht erwärmbar, tiefgründig und nicht zu trocken sein soll.
Die Trauben mit gelb-rötlich gefärbten Beeren erreichen hohe Mostgewichte und zeichnen sich durch intensive Aromen aus: Wildrose, Litschi, Kumquat, Bitterorange und Marzipan sind sortencharakteristische Geschmacks- bzw. Geruchsnoten.
Obwohl die Beerenhaut rötlich bis rot gefärbt ist, wird die Rebsorte den Weißweinsorten zugeordnet. Läßt man die Trauben lange auf der Maische gären, lösen sich Farbstoffe aus der Beerenhaut und man erhält einen Wein mit einem Zartrosa-Farbton.

Riesling
Abstammung: natürliche Kreuzung aus Heunisch X Vitis vinifera subsp. Sylvestris und Einkreuzung eines Traminer-Klons, vermutlich aus Wildrebenbeständen am Oberrhein ausgelesen. Die Traminer-Einkreuzung könnte spontan erfolgt sein und stellte wahrscheinlich eine qualitative Verbesserung dar.
Neben dem Weißen Riesling gibt es auch einen Roten Riesling. Dieser hat gegenüber dem Weißen Riesling nur rote Beeren, die beim Pressen einen Weißwein ergeben.
Vom Rheintal aus verbreitete sich der Riesling am Ende des Mittelalters in die meisten deutschen Anbaugebiete. Die erste schriftliche Erwähnung von Riesling-Reben ("Rüssling") stammt aus dem Jahr 1402 in Worms.
Für die Rebsorte sind leichte bis mittelschwere Böden am besten geeignet, sie hat allerdings eine geringe Trockenheitsempfindlichkeit.
Das Aroma der Riesling-Beere ist fein und verfügt über ein leicht aromatisches Bukett. Die Weine besitzen eine große Qualitätsspanne, ihre volle Reife wird erst nach längerem Weinausbau erreicht. Jungweine sind meist noch säurebetont und unharmonisch im Geschmack. Altersgereifte Weine weisen zudem häufig eine „Petrolnote“ auf.
 

Weißherbst - Aus allen Rotwein-Sorten
Grundsätzlich läßt sich aus allen rot oder blau gefärbten Trauben ein roséfarbener Wein herstellen. Werden Rotwein-Trauben sofort gepresst, also noch bevor der Gärprozess beginnt, erhält man hellroten bis roséfarbenen Traubensaft.
Sortenrein heißt dieser Wein dann etwa  
Spätburgunder Weißherbst
Cuvées heißen Rosé
  Unsere Rotwein - Sorten
Blauer Spätburgunder, Pinot noir
Abstammung: noch ungeklärt, stammt möglicherweise in direkter Linie von der Wildrebe ab.
Genanalysen zeigen eine grundsätzliche Verschiedenheit zu den im Süden Frankreichs herrschenden Sorten an. Jedenfalls eine alte Sorte, die es vermutlich seit 2000 Jahren gibt. Erste Rebsorte, von der die DNA des Genoms (2007) vollständig sequenziert wurde.
Pinot noir gehört zu den klassischen ‚fränkischen‘ Sorten (Vinum francium) und könnte mit dem Traminer während der Zeit des Frankenreichs verbreitet worden sein. Der Orden der Zisterzienser brachte sie  (historisch gesichert) 1335 aus Burgund auf den Steinberg des Klosters Eberbach in den Rheingau.
 
Der Spätburgunder benötigt frühe und gute Lagen mit tiefgründigen, warmen, mittelschweren und fruchtbaren Böden – am besten Kalkböden - mit guter Wasserversorgung. Das Terroir unserer Weinberge ist damit bestens für die Sorte geeignet.
Die Trauben der meisten Klonen sind mittelgroß und dichtbeerig. Die Beeren sind dunkelblau bis violettblau gefärbt mit sehr saftreichem Fruchtfleisch. Die Beerenschale ist sehr dünn und enthält einzig den roten Farbstoff. Daher ergeben sich Rotweine von geringerer Farbintensität, bei kleineren Beeren aber von einem intensiveren Rubinrot.
Der typische Pinot noir hat je nach dem Terroir einen leicht süßlichen Duft nach Früchten (Kirschen, Brombeeren, Erdbeeren, Pflaumen, Schwarze Johannisbeeren) dazu Anklänge von Mandeln sowie Blumen wie Rosen oder Veilchen. Im Barrique-Ausbau kommen oft noch Anklänge von Vanille und Zimt hinzu. Unsere Spätburgunder-Weine können in Stil, Aroma und Geschmack Eigenschaften von streng, säurebetont, tanninschwer bis zu wunderbar weich, samtig oder aromatisch überaus komplex sein, je nach der Ausbauart und weil die Sorte intensiv auf das jeweilige Jahresklima reagiert. Wie kaum sonst ist hier jedes Jahr aufs Neue das innovative Handeln des Kellermeisters gefordert: Vergärung ganz, entweder mit oder ohne Stielen, also abgebeert oder nicht. Kaltmazeration und Kaltgärung, wo man möglichst viel Frucht und Farbtiefe ohne zu viele Gerbstoffe gewinnen möchte. Oder das entgegengesetzte Extrem nach der Vorgehensweise der Traditionalisten, die ohne Eingriffe warm vergären und dadurch relativ hellfarbige Weine erhalten.
Presst man nach der Lese die Trauben gleich, erhält man Roséwein, Weissherbst oder Blanc de Noirs (aus ungepresstem Beerensaft).
 
 
Nebbiolo
Abstammung: nicht feststellbar, Elternsorten vermutlich ausgestorben.
DNA-Analysen von über 1500 Rebsorten ergaben lediglich genetische Verwandtschaften mit den Sorten Freisa, Negrera, Bubbierasco, Vespolina, Nebbiolo Rosé, Rossola Nera und Brugnola.
 
Nebbiolo wurde vermutlich seit der Antike im Hügelland des Monferrato und der Langhe angebaut. Er wird bereits in Schriften des 13. und 14. Jahrhunderts namentlich erwähnt.
Die bekanntesten Nebbiolo-Weine sind Barolo, Barbaresco, Roero, Nebbiolo d‘ Alba oder Langhe Nebbiolo. Es gibt zahlreiche weitere Synonyme.
Die Rebe ‚Nebbiolo‘ stammt wohl aus dem Piemont (auch das Laufener Pflanzgut).
Sie liefert tanninreiche, ausdrucksstarke Weine, die lange reifen müssen. Die Sorte gehört zu den am langsamsten reifenden Weinen überhaupt, etwa 130 Tage vom Blütenabschluss zur physiologischen Reife der Trauben (30 Tage mehr als der Gutedel). Sie gehört damit aber auch zu denen, die ihre Qualität am längsten behalten (lange Reifezeit der Weine, lange Lagerfähigkeit).
Der Name wird von ‚nebbia‘ (Nebel) abgeleitet und deutet auch auf den weißen Belag auf den Beeren hin, der sich bei Vollreife bildet. Wenn die dickschalige und kleinbeerige Sorte reif wird, liegen auch bei uns in der Vorbergzone zum Schwarzwald, wie im Piemont, oft Nebel über den Weinbergen, welche die Reife der Trauben befördern. Bei Nebbiolo-Weinen sind daher sehr große Jahrgangsschwankungen recht typisch, je nachdem, wie vor allem der Herbst ausfällt.
Auch was Boden und Lage betrifft, gehört der Nebbiolo zu den anspruchsvollsten Rebsorten.
Er gedeiht praktisch nur auf kalkhaltigen Mergelböden und verlangt steile Süd- oder Südwestlage.
Diese Anforderung bieten auch einige der Laufener Reblagen.
Die Beeren der Nebbiolo-Trauben sind mittelgroß und von blauschwarzer bis fast schwarzer Farbe. Das Aroma der Beere ist duftig, aber geschmacklich neutral.
 

Cabernet-Sauvignon
Herkunft: natürliche Kreuzung der Sorten Cabernet Franc × Sauvignon Blanc
Heimat der Sorte ist Bordeaux. Das Synonym ‚Bidure‘ bot Anlass zur Vermutung, dass sie von der von Plinius dem Älteren (23–79) erwähnten antiken Sorte ‚Biturica‘ abstammen könnte.
‚Vidure‘ hat jedoch seine Wurzeln im lokalen Dialekt und heißt übersetzt 'hartes Holz'.
Erkennungsmerkmale des Cabernet-Sauvignons sind der Traubengeruch von schwarzen Johannisbeeren (Cassis), der zum Teil durch einen Geruch von Zedernholz begleitet wird, und die tiefdunkle Farbe der Weine. Die Weine haben immer auch einen konzentrierten Fruchtgeschmack mit einem tragenden Gerüst von Tanninen und Säuren. Junge Weine aus der Cabernet-Sauvignon-Rebe sind fruchtig, rau und Gerbstoff-betont mit kräftiger „Nase“. Im Laufe seiner Reifung verwöhnt ein guter Cabernet-Sauvignon zunehmend mit feinen Röstaromen, Aromen von schwarzen Johannisbeeren, oft auch an Lakritze erinnernd und grüne Paprika. Durch Ausbau im neuen oder gebrauchten Eichenfass können unsere Kellermeister gerade den Sauvignon stark positiv prägen.
 
Eine Rebsorte, die sich ideal für den Verschnitt eignet. Die Cuvées sind oft noch komplexer als eine Tirage der Einzelweine.
Die walzenförmige Traube ist meist geschultert, mittelgroß und dichtbeerig kompakt. Die Beeren sind rundlich, klein und von bläulich-schwarzer Farbe. Die Schale der Beere ist stark und fest. Die Trauben erreichen ihre Reife ca. 115 Tage nach Blütenabschloss, also 12–15 Tage später als der Gutedel.
 
 
Zweigelt, Blauer Zweigelt
Abstammung: Kreuzung aus den Sorten St. Laurent x Blaufränkisch
Der Zweigelt ist eine österreichische Neuzüchtung aus dem Jahr 1922 von Friedrich Zweigelt (1888–1964), dem späteren Direktor der Höheren Bundeslehr- und Bundesversuchsstation für Wein-, Obst- und Gartenbau (1938–1945). Friedrich Zweigelt nannte die Sorte ‚Rotburger‘
Die Sorte stellt geringe Bodenansprüche und hat eine gute Winterfrost-Widerstandsfähigkeit.
Wegen ihrer guten Fruchtbarkeit ist der Winzer aber durch intensive Laubarbeit und Maßnahmen zur Ertragsregulierung gefordert. Auf unseren tiefgründigen, nährstoffreichen Böden bringt der Zweigelt hohe und regelmäßige Erträge. Um hohe Qualitäten zu erzielen führen unsere Winzer konsequent Ertragsregulierungen durch.
Die Traube der Zweigeltrebe ist ziemlich groß, dichtbeerig, zylindrisch und oft mit Beitrauben. Die Beeren sind rundlich und blauschwarz gefärbt.Die Weine zeigen sich substanzreich, fruchtig und mit violett-rötlicher Farbe. Das Bukett ist mit Vanille-Aromen und weichen Tanninen im Abgang zeigt jung ein charakteristisches Weichselkirsch-Aroma.
Zweigelt wird im Weindorf Laufen sortenrein vinifiziert, gelegentlich aber auch als Verschnittpartner in Cuvées verwendet.
  
 
Merlot
Abstammung: Kreuzung von der nahezu ausgestorbenen Rebsorte Magdeleine Noire des Charentes X Cabernet Fran
Eine erste schriftliche Erwähnung datiert im 14. Jahrhundert im Bordeaux. Im Jahr 1784 wird die Rebsorte bereits ‚Merlot‘ genannt und galt schon damals als eine der wichtigsten Sorten des Bordelais. Noch im 19. Jahrhundert ist die Sorte die dominante Sorte des Médocs. In Italien wird der Merlot ab dem Jahr 1855 unter dem Synonym ‚Bordò‘ erwähnt, und im Schweizer Tessin ist die die Sorte seit der Zeit zwischen 1905 und 1910 dokumentiert.
Merlot Noir ist Kreuzungspartner bei über 50 Neuzüchtungen.
Die Sorte treibt früh aus und ist sehr winterfrostempfindlich. Auch wird Trockenheit vom Rebstock nicht gut vertragen.
Die Traube ist mittelgroß, manchmal geschultert oder verzweigt und lockerbeerig. Die rundlichen Beeren sind klein bis mittelgroß und von schwarzblauer Farbe. Die Beerenhaut ist dünnschalig. Merlot ergibt fruchtige, körperreiche und vollmundige Weine, die nach wenigen Jahren der Lagerung bereits genussreif sind. In der Alterung kann ein Merlot gewinnen und weicher werden. Dabei verringern sich zumeist die Fruchtaromen, und zarte Kräuteraromen spielen sich in den Vordergrund. Merlot eignet sich bestens zum Verfeinern und Harmonisieren anderer Sorten und wird deshalb gerne als Verschnittpartner in Cuvées verwendet.
 
 
Regent
Abstammung: Kreuzung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) X Chambourcin
Im Stammbaum sind die Wildarten Vitis aestivalis, Vitis cinerea, Vitis labrusca, Vitis lincecumii, Vitis riparia und Vitis rupestris sowie die Kulturform Vitis vinifera enthalten. Die Züchtung geht auf Gerhardt Alleweldt zurück und wurde am heutigen JKI Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof entwickelt. Regent erhielt erst 1995 die deutsche und im Jahr darauf die europäische Sortenzulassung sowie die Klassifizierung zur Qualitätsweinproduktion.
Regent-Reben kommen zwar nicht ganz ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aus, der Aufwand kann jedoch jahrgangsabhängig um bis zu bis 70 % gesenkt werden. Man spricht daher auch nicht mehr von einer pilzresistenten Rebsorte, sondern von einer ‚pilzwiderstandsfähigen‘ Rebsorte, abgekürzt ‚PiWi‘.
Die walzenförmige Traube ist mittelgroß und etwas lockerbeerig. Die rundlichen bis ovalen Beeren sind klein bis mittelgroß und von dunkelblauer bis violettblauer Farbe. Der Saft der Beere ist leicht gefärbt. Die Trauben sind mittelfrüh reif.Der Wein der Sorte besitzt mit bis 300 mg/l einen hohen natürlichen Anteil des Anthocyans Malvidin-3,5-Diglucosid, was die intensive Färbung des Weines erklärt.
Aufgrund dieses Farbstoffes sind Verschnitte mit Regent oder anderen Sorten mit Malvidin-3,5-Diglucosid leicht nachweisbar.
Regent ist sowohl als Keltertraube wie auch als Tafeltraube geeignet.
 
 
Cabernet Dorsa
Abstammung: Kreuzung der Sorten Blaufränkisch X Dornfelder
Neu gezüchtete deutsche Rotweinsorte des Züchters Helmut Schleip. Sie wurde 1971 in der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg gezüchtet, 1972 registriert und erst 33 Jahre später erfolgte der Eintrag in die Sortenliste.
Die Rebsorte verfügt über eine gute Winterhärte. Sie erzielt höhere Mostgewichte als der Dornfelder und der Spätburgunder. Der Rotwein eignet sich für den Ausbau im Barrique-Fass und ist auch eine interessante Varietät für hochwertige Rotwein-Cuvées.
Aus der gleichen Kreuzung entstammen auch die Rebsorten Acolon und Cabernet Dorio.
 

Cabernet Mitos
Abstammung: Kreuzung der Sorten Blaufränkisch X Teinturier du Cher
Neu gezüchtete deutsche Rotweinsorte der Züchter Helmut Schleip und Bernd H. E. Hill. Sie wurde 1970 von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg vorgestellt.
Am 24. Januar 2001 wurde der Sortenschutz beim Bundessortenamt bewilligt.
Die Rebe verfügt über eine gute Winterhärte, geschmacklich bestehen Parallelen zum Cabernet Sauvignon. Cabernet Mitos ist zum Ausbau im Barrique geeignet. Der Wein ist reich an Gerbstoffen und verlangt somit eine längere Lagerung.
Darüber hinaus kann der Wein zur Farbunterstützung anderer Rotweine eingesetzt werden, da der Cabernet Mitos der Familie der Färbertrauben zugeordnet werden kann. Die Beeren der Färbertrauben verfügen nicht nur über eine rote Haut, sondern auch über rotes, anstatt grauem oder farblosem Fruchtfleisch, so dass auch im Saft ein erheblicher Anteil roter Farbpigmente vorhanden ist, was den daraus gekelterten Wein besonders farbkräftig macht. Die Farbpigmente sind im gesamten Pflanzengewebe vorhanden.
Cabernet Mitos ist in unserer Weinbaugemeinde kaum von Bedeutung (kleine Fläche).
 
 
Cabernet Dorio
Abstammung: Kreuzung der Sorten Blaufränkisch X Dornfelder
Neu gezüchtete deutsche Rotweinsorte der Züchter Helmut Schleip und Bernd H. E. Hill. Sie wurde 1971 von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg vorgestellt. Erst 33 Jahre später erfolgte der Eintrag in die Sortenliste.
Die Rebe verfügt über eine gute Winterhärte, geschmacklich bestehen Parallelen zum Cabernet Sauvignon. Aus der gleichen Kreuzung entstammen auch die Rebsorten Acolon und Cabernet Dorsa.
 
 
Acolon
Abstammung: Kreuzung der Sorten Blaufränkisch (Blauer Limberger) X Dornfelder
Neu gezüchtete deutsche Rotweinsorte aus Weinsberg. Sie wurde 1971 unter der Leitung von Helmut Schleip in der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg gezüchtet. Die Sämlingsauslese erfolgte ab 1977 durch Bernhard Hill, der somit als Züchter gilt. Erst 2002 erhielt ‚Acolon‘ (reiner Fantasiename) die Sortenzulassung und den Sortenschutz als Neuzüchtung.
Acolon passt auch in gute Spätburgunderlagen und ist frühreifend, fast zeitgleich mit dem Gutedel.
Er erreicht hohe Mostgewichte, und die Weine sind in ihrer Charakteristik etwas mit dem Lemberger (Blaufränkisch) vergleichbar, farbintensiv, füllig und recht harmonisch.
 
Cabernet Dorio, Cabernet Dorsa, Cabernet Mitos und Acolon sind in Laufen & St.Ilgen von geringerer Bedeutung (kleine Flächen, nicht in allen Betrieben).
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